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Backup und Ausfallsicherheit — damit Ihr Betrieb auch am Tag X weiterläuft

Festplatten sterben, Laptops werden gestohlen, Ransomware verschlüsselt ganze Netzwerke. Die Frage ist nicht ob, sondern wann etwas passiert. Wer dann kein funktionierendes Backup hat, steht still — nicht Stunden, sondern Tage. Wir richten Backup-Strategien ein, die im Ernstfall tatsächlich funktionieren. Automatisch, getestet und DSGVO-konform.

Die 3-2-1-Regel: Der Gold-Standard für Datensicherung

Die 3-2-1-Regel ist kein Marketing-Buzzword, sondern die Grundlage jeder professionellen Backup-Strategie. Sie besagt:

3 Kopien Ihrer Daten.
Das Original plus zwei Sicherungen. Fällt eine Kopie aus, bleiben zwei übrig. Fällt die zweite aus, haben Sie immer noch eine.

2 verschiedene Medien.
Zum Beispiel NAS plus externe Festplatte, oder NAS plus Cloud-Speicher. Damit schützen Sie sich gegen Defekte, die ein bestimmtes Speichermedium betreffen — etwa eine fehlerhafte Festplatten-Serie.

1 Kopie an einem anderen Standort.
Brand, Wasserschaden, Einbruch — wenn alle Sicherungen im selben Raum stehen, hilft die beste Strategie nichts. Eine Kopie gehört an einen anderen Ort: ein zweites Büro, ein deutsches Rechenzentrum oder ein NAS beim Geschäftsführer zu Hause.

Das klingt aufwendig, lässt sich aber vollständig automatisieren. Einmal eingerichtet, läuft die Sicherung im Hintergrund — ohne dass jemand daran denken muss. Sie bekommen eine Benachrichtigung, wenn etwas schiefgeht. Ansonsten arbeitet das System still und zuverlässig.

Backup-Lösungen, die wir für KMU einrichten

Jeder Betrieb hat andere Anforderungen. Die folgenden Bausteine kombinieren wir je nach Ausgangslage zu einer passenden Strategie:

NAS-zu-NAS Offsite-Backup.
Zwei Synology-NAS an unterschiedlichen Standorten synchronisieren sich verschlüsselt über das Internet. Fällt ein Standort komplett aus, stehen alle Daten am zweiten Standort bereit. Die Lösung eignet sich besonders für Betriebe mit zwei Büros oder einem NAS beim Geschäftsführer zu Hause.

NAS-zu-Cloud (EU-Rechenzentrum).
Ihre Daten werden verschlüsselt in ein deutsches oder europäisches Rechenzentrum gesichert — etwa bei Hetzner, IONOS oder Synology C2. Sie behalten die Verschlüsselungsschlüssel, der Cloud-Anbieter sieht nur verschlüsselte Datenblöcke. DSGVO-konform und ohne eigene Hardware am Zweitstandort.

Client-Backup mit Active Backup for Business.
Nicht nur der Server braucht ein Backup — auch die Arbeitsplatzrechner. Synology Active Backup sichert Windows-PCs und Laptops automatisch auf das NAS. Geht ein Laptop verloren oder wird eine Festplatte defekt, lässt sich der komplette Arbeitsplatz auf neuer Hardware wiederherstellen.

Ransomware-Schutz durch Immutable Snapshots.
Snapshots frieren den Zustand Ihrer Daten zu einem bestimmten Zeitpunkt ein. Selbst wenn Ransomware alle erreichbaren Dateien verschlüsselt, bleiben die Snapshots unangetastet — weil sie nicht überschrieben werden können. So stellen Sie den Zustand vor dem Angriff innerhalb von Minuten wieder her.

Disaster-Recovery-Plan mit definierten RTO und RPO.
RTO (Recovery Time Objective) ist die Zeit, bis Ihr Betrieb wieder arbeitsfähig ist. RPO (Recovery Point Objective) ist die maximale Datenmenge, die Sie im Ernstfall verlieren. Wir definieren beide Werte gemeinsam mit Ihnen und richten die Backup-Strategie so ein, dass sie eingehalten werden. Denn ein Backup ohne Plan ist nur eine Kopie — kein Notfallkonzept.

Backup-Fehler, die wir bei KMU regelmäßig sehen

Die meisten Betriebe haben ein Backup. Die wenigsten haben eines, das im Ernstfall funktioniert. Vier Fehler begegnen uns immer wieder:

Problem: Externe Festplatte im selben Büro.
Die Sicherung liegt neben dem Server auf dem Schreibtisch. Bei Brand, Wasserschaden oder Einbruch sind Original und Backup gleichzeitig weg. Lösung: Mindestens eine Kopie an einem anderen Standort — automatisiert und verschlüsselt.

Problem: "Läuft automatisch — glaube ich."
Die Backup-Software wurde vor zwei Jahren eingerichtet, seitdem hat niemand geprüft, ob sie noch läuft. Festplatten sind voll, Dienste gestoppt, Fehlermeldungen ignoriert. Lösung: Monitoring mit automatischer Benachrichtigung und vierteljährlicher Restore-Test.

Problem: "OneDrive reicht als Backup."
OneDrive synchronisiert Dateien — es sichert sie nicht. Wird eine Datei gelöscht oder von Ransomware verschlüsselt, wird die Änderung synchronisiert, nicht gesichert. Versionierung hilft nur begrenzt und deckt nicht alle Szenarien ab. Lösung: Ein echtes Backup mit Versionierung, Snapshots und Offsite-Kopie.

Problem: "Lohnt sich nicht für unsere Datenmenge."
Der Schaden durch Datenverlust übersteigt die Backup-Kosten um ein Vielfaches. Ein Handwerksbetrieb, der eine Woche keine Rechnungen schreiben und keine Angebote erstellen kann, verliert mehr als ein NAS kostet. Lösung: Backup-Kosten ins Verhältnis zum Ausfallrisiko setzen — die Rechnung geht immer zugunsten des Backups aus.

FAQ — Backup & Ausfallsicherheit

Was kostet ein professionelles Backup für ein kleines Unternehmen?

Das hängt von der Datenmenge und der gewünschten Strategie ab. Ein solides Setup mit NAS-basiertem Backup, Offsite-Sicherung und Monitoring beginnt bei ca. 500 Euro einmalig plus laufende Cloud-Kosten von 5 bis 20 Euro im Monat. Für Betriebe mit 5 bis 15 Arbeitsplätzen und Active Backup for Business rechnen Sie mit 1.500 bis 3.000 Euro für Einrichtung und Konfiguration. Im Erstgespräch klären wir den tatsächlichen Bedarf und nennen Ihnen einen konkreten Preis.

Wie oft sollte ein Backup laufen?

Das richtet sich nach Ihrem RPO — also der Frage, wie viele Stunden Arbeit Sie im schlimmsten Fall verlieren dürfen. Für die meisten KMU ist eine tägliche Sicherung ausreichend, idealerweise nachts. Betriebe mit hohem Datenaufkommen oder kritischen Anwendungen sichern alle vier bis sechs Stunden. Wir konfigurieren den Zeitplan so, dass er zu Ihrem Arbeitsalltag passt, ohne die Systeme tagsüber zu belasten.

Wie teste ich, ob mein Backup im Ernstfall funktioniert?

Indem Sie regelmäßig eine Wiederherstellung durchführen — nicht erst, wenn es brennt. Wir empfehlen einen Restore-Test pro Quartal. Dabei stellen wir eine definierte Datenmenge aus dem Backup wieder her und prüfen, ob die Dateien vollständig und lesbar sind. Das dauert eine halbe Stunde und gibt Ihnen die Sicherheit, dass Ihre Strategie im Ernstfall trägt. Diesen Test können wir als Teil eines Wartungsvertrags übernehmen.

Schützt ein Backup vor Ransomware?

Ein normales Backup allein nicht — denn Ransomware verschlüsselt alles, was erreichbar ist, einschließlich angeschlossener Backup-Festplatten und verbundener Netzlaufwerke. Deshalb setzen wir auf Immutable Snapshots: Sicherungspunkte, die nachträglich nicht verändert oder gelöscht werden können. Selbst wenn ein Angreifer Zugriff auf das NAS erhält, bleiben diese Snapshots unangetastet. So können Sie den Zustand vor dem Angriff wiederherstellen, ohne Lösegeld zu zahlen.

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